Marktbericht August 2025

Marktbericht August 2025 – von Plettenberg, Conradt & Cie. Family Office AG

Während wir auf ereignisreiche (politische) Wochen in der Sommerzeit zurückblicken, war es an den Kapitalmärkten relativ ruhig. Zumindest bisher kam es zu keiner (spät-)sommerlichen Korrektur bzw. einem Volatilitätsanstieg. Die Unsicherheit rund um Trumps Zollverhandlungen und die Geopolitik, z. B. Ukraine-Konflikt, wurden von überraschend starken (US-)Unternehmensgewinnen und einer wachsenden Zuversicht für US-Zinssenkungen überschattet. Letztere scheint gegenwärtig auch Trumps Griff nach der US-Notenbank in den Hintergrund treten zu lassen. Mittel- bis langfristig birgt die Übernahme der US-Notenbank aber puren Sprengstoff für das globale Finanzsystem, wie wir es kennen.

Eher ernüchternd verliefen die beiden Sommermonate Juli und August für die europäischen Börsen, den bisherigen „Highflyern“ unter den Aktienregionen. Während es in den USA, Japan, den Schwellenländern und vor allem China aufwärts ging, konsolidierten die europäischen Märkte nur seitwärts. Aufgrund der politischen Entwicklungen überrascht es fast noch, dass die Anleihemärkte für US- und deutsche Staatspapiere in den vergangenen zwei Monaten recht „bewegungsarm“ waren. Im Einklang mit den guten Unternehmenszahlen und geringen Rezessionsrisiken blieben auch die Renditeaufschläge für Unternehmensanleihen rekordtief. Hingegen konnte der Bitcoin Mitte August mit über 124.000 US-Dollar ein neues Rekordhoch feiern und auch die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum erreichte gegen Ende August mit rund 4.950 US-Dollar nach rund vier Jahren einen neuen Höchstwert. Ethereum profitierte in den vergangenen Wochen maßgeblich von der krypto-freundlichen US-Politik. Ende August scheint auch die viermonatige Konsolidierung beim Goldpreis ein Ende zu finden. Gold notierte zum Wochen- und Monatsschluss auf Rekordhoch und der Silberpreis auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren.

Mit dem September befinden wir uns nun im „gefährlichsten“ Monat an den Börsen. Warum aber durchaus gute Chancen bestehen, dass es dieses Jahr „ruhiger“ zugeht, lesen Sie detaillierter im Ausblick. Abschließend blicken wir auch etwas weiter nach vorne in die Jahre 2026 und 2027 und skizzieren, welches Risiko der laufende KI-Boom in sich trägt.

250910 – Marktbericht August