Allzeithoch

Auszug aus Mandantenbrief 2 / 2021

 

Düsseldorf, im April 2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

mittlerweile verfolgt uns die Corona-Pandemie seit mehr als einem Jahr. Wir befinden uns in Deutschland bereits in der dritten Welle und die politisch Verantwortlichen scheinen nach einem ständigen Hin und Her sowie wiederholter Organisa-tionspannen (Masken, Impfen, Schnelltests) sukzessive das Vertrauen der Menschen zu verlieren. Galt Deutschland wäh-rend der ersten Welle noch als Vorzeigeregion, schüttelt die Welt nun verwundert den Kopf über uns. Hingegen räumt der neue US-Präsident Joe Biden vorzeitig sämtliche Impfziele ab, während die Brexiteers über die EU spötteln und ihren Austritt feiern. Natürlich bleibt dabei unerwähnt, dass mehr als die Hälfte des in Großbritannien verimpfen Stoffes aus der EU importiert wird.

Die Börsen scheinen sich im zurückliegenden Quartal Joe Bi-den als Vorbild genommen zu haben. Beim Versuch, Schritt mit dessen Programm der ersten 100 Tage zu halten, eilten sie von einem Hoch zum nächsten Rekord. Das billige Geld der Notenbanken, die Fiskalpakete der Staaten, aufgestaute Konsumwünsche der Verbraucher, die Aussicht auf einen Corona-Impfschutz und ein Ende der Pandemie-bedingten Beschränkungen kündigen bereits einen gewaltigen Wirtschaft-saufschwung an – mit Verspätung auch für Europa.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während zyklische Aktien nun gefragt sind, standen die Wachstumsstars der letzten Jahre etwas abseits der Party. Bei Staatsanleihen und Edelmetallen haben hingegen erste Inflationssorgen sogar bereits für einen kleinen Kater gesorgt. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob auch den Aktienbörsen nach dem wilden Ritt der vergangenen Monate ein solcher droht oder ob nur eine kleine Verschnaufspause angezeigt ist, bevor die Feier weitergeht.

Die Gastbeiträge dieser Ausgabe beschäftigen sich u.a. mit Versicherungen für besondere Schmuckstücke, Faktoren beim Autoleasing  sowie welche (unerwarteten) Folgen die Corona-Pandemie für Unternehmensnachfolgelösungen haben kann. Auf der Suche nach außergewöhnlichen Weinen führt uns unser Weg dieses Mal nach Südtirol. Kulinarisch geht es hingegen in einen Genuss- und Wellnesstempel nach Illschwang in der Oberpfalz, dessen Wurzeln bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen.

Für die kommenden Wochen wünschen wir Ihnen alles Gute, einen baldigen Impftermin und die Rückkehr zu mehr Normalität. Mit den besten Wünschen aus Düsseldorf

 

Frank Conradt        Olaf Krings              Daniel Oyen           Christian von Plettenberg